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29. Sitzung der BVV Marzahn-Hellersdorf am 26.3.2009 PDF Drucken E-Mail
In der März-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf glänzte die Mathias Wichmann von der NPD mit zwei populistischen, wie üblich inhaltsleeren Anträgen, die wie üblich von den restlichen Verordneten abgelehnt wurden.

In einem Antrag forderte Wichmann mit der Begründung "Die Kinder sind unsere Zukunft." die Aufstockung des Personals in Kindertagesstätten und die bauliche Instandsetzung von Kitas. In seiner Entgegnung schwenkte der Antroposoph Christoph Huhn (SPD) das Thema auf den Prozess gegen Udo Voigt, Frank Schwerdt und Klaus Beier. Die drei NPD-Funktionäre standen in Berlin wegen Volksverhetzung und Beleidigung vor Gericht, weil sie während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in rassistischer Weise den deutschen Nationalspieler Patrick Owomoyela beleidigt hatten. Auf dem NPD-"WM-Planer" war die Rückennummer des Spielers mit dem Schriftzug "Weiß – Nicht nur eine Trikot-Farbe – Für eine echte Nationalmannschaft" abgebildet. Huhn sprach in seiner kurzen Rede auch von "Bauernfängerei", die die NPD betreibe. Daraufhin sah sich Wichmann genötigt zu betonen, dass er für den "WM-Planer" nicht verantwortlich wäre.

Ein weiterer Antrag von Wichmann befasste sich zum wiederholten Male mit dem Arbeitslosengeld II und Hartz IV. Darin forderte er die "Einbeziehung der Kosten für warmes Wasser, elektrischen Strom und Kleidung bei der Zahlung". Anknüpfend an die derzeitige Wirtschaftskrise warnte Wichmann vor steigenden Arbeitslosenzahlen. Sein Antrag wurde ohne Diskussion abgelehnt.

Dann verließ ihn die Ausdauer und er die Sitzung. Nachdem schon sein Kompagnon Karl-Heinz Burkhardt verschwunden war, machte sich auch Wichmann vor Ende der Sitzung davon.
 
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